Kontakt

Pflege-Familien-Zentrum

"Das Kind im Blick"
Caritas Mecklenburg e.V.
Kreisverband Rostock

Kröpeliner Straße 16

18055 Rostock
Tel: 0381 - 87 73 62 10
Fax: 0381 - 87 73 62 20
Leitung: Grit Gaida

e-mail: pflege-familien-zentrum@caritas-mecklenburg.de

Termine nach Vereinbarung.

 
Stellenausschreibung
Im Auftrag der Hansestadt Rostock suchen wir eine Bereitschaftspflegefamilie mit pädagogischer Qualifikation. Die Ausschreibung finden Sie hier .
 
Termine

Samstag, 25. November 2017, 10 Uhr

Infoveranstaltung zum Thema: Pflegeeltern werden
Ort: InVia Mehrgenerationenhaus, Danziger Str. 45d, Rostock

Dienstag, 12. Dezember 2017, 15:30 Uhr

Adventsfeier für Pflegekinder und ihre Familien
Anmeldung unbedingt notwendig!

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 15:30 Uhr

Adventsfeier für Pflegekinder und ihre Familien
Anmeldung unbedingt notwendig!

 
Mitarbeiter des Pflege-Familien-Zentrums


Hintere Reihe von links nach rechts: Silke Strahl, Claudia Strübing, Jana Hoffmann, Annegrit Beumer
Vordere Reihe von links nach rechts: Sigrid Beleites, Kai Schlarbaum, Kathrin Heitmüller, Alexander Döhring, Grit Gaida

 

 
Pflege-Familien-Zentrum
"Das Kind im Blick"  

Fachtag mit Dirk Schäfer - "Chancen und Risiken in der Verwandten. und Netzwerkpflege

Am 10. November 2017 waren ca. 45 interessierte Fachkräfte verschiedener Einrichtungen und Pflegeeltern zum Fachtag in die Räume der Landeskirchlichen Gemeinschaft gekommen. Das „Das Kind im Blick“ Pflege-Familien-Zentrum der Caritas Mecklenburg e.V. hatte dazu eingeladen.

„Chancen und Risiken in der Verwandten- und Netzwerkpflege“ war das Thema an diesem verregneten Novembertag. Dirk Schäfer, ehemaliges Mitglied in der „Forschungsgruppe Pflegekinder“ an der Universität Siegen, führte die Teilnehmenden praxisnah und wissenschaftlich untersetzt durch den Tag.

Was ist so besonders in der Verwandtenpflege?

Dirk Schäfer betonte die Unterschiedlichkeit von Fremdpflegeverhältnissen und Verwandtenpflege: „Hier sind die Familien die Konstrukteure des Pflegeverhältnisses, bei der Fremdpflege sind die Fachkräfte die Konstrukteure.“ und „Mit den Menschen in der Verwandtenpflege gilt es, von der Nähe in die Distanz zu kommen.“ Dass besondere Unterstützungsangebote entwickelt werden müssen, ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Chancen, wie Kontinuitätssicherung und Familienerhalt (um nur einige zu nennen), auch Realität werden. Hervorgehoben wurde auch die Bedeutung verlässlicher Kooperationen mit anderen Trägern und die Offenheit für dynamische Hilfeleistungen im Familiennetzwerk. Neben den vielen neuen Erkenntnissen zur Verwandtenpflege, konnten sich die Teilnehmenden in Gruppengesprächen und in der Fallarbeit miteinander austauschen. Die verschiedenen Perspektiven und Erwartungen auf allen Seiten waren in einer Fallvorstellung spürbar geworden. Dabei fiel auf, wie schnell Kinder aus den Blick geraten, wenn sie nicht angemessen beteiligt werden und wenn es niemanden gibt, der die Perspektive des Kindes einbringt. Überhaupt war Konsens bei allen, dass Perspektiven klar formuliert werden müssen und Zeit für Gespräche nötig ist. Mit den Rückmeldungen zum Fachtag wurde uns gezeigt, dass es eine interessante Veranstaltung war und dass sich die Teilnehmenden wohlgefühlt haben. Das lag bestimmt nicht nur an den leckeren Gemüsesticks und Brothäppchen zum Mittag.

Zirkusshow zum Weltkindertag

Bereits zum dritten Mal zeigten die Zirkuskinder ihr Können zum Weltkindertag auf der großen Bühne am Universitätsplatz.

Die besondere Herausforderung in diesem Jahr? In zwei Trainingseinheiten ein Programm zusammenzustellen, welches nur fünfzehn Minuten dauern durfte. Da war es natürlich schwer aus dem inzwischen reichen Repertoire, welches sich die Kinder aus den Trainingskursen der vergangenen Monate (gefördert durch „Zirkus macht stark“) angeeignet hatten, zu wählen. Wir entschieden uns für Leiterakrobatik, Hula Hoop und Bodenakrobatik, dazwischen die An-und Abmoderationen, die die Kinder selbst übernahmen. Bis kurz vor Auftritt wurde noch an den Nummern gefeilt.

Dann war es soweit und unsere Artisten legten eine souveräne Show auf die Bühne. Die Überleitungen klappten, die Nummern begeisterten die Zuschauer und Schwups, war die Aufführung zu Ende.

Am darauffolgenden Training wurden die Artisten gebührend gefeiert, mit Limo, Muffins, Chips und Co.

Kai Schlarbaum

Sommerfest mit Pippi Langstrumpf

Glaubst du etwa nicht, dass ich einen Spunk erkenne, wenn ich einen vor mir hab? Hast du jemals in deinem Leben etwas so Spunkartiges gesehen?

Das Sommerfest war zum Beispiel spunkartig. Das Wetter war so schön und der Ort auch. Und eine Attraktion nach der anderen – Zirkus, Tauziehen, furchtbar wildes Federvieh, die stärkste Frau der Welt – das muss sie sein, denn sie hat zwölfundzwanzig große Reifen aus purem Eisen geschwungen, tolle Wollebälle und bemalte Gesichter, ein Riesenluftschloss und Menschenpyramiden, … ich sag ja, spunkartig!

Und dann noch all die vielen Kinder und Eltern der Kinder und Pflegeeltern der Kinder und Eltern der Eltern der Kinder. Alle hatten Spaß und ich war mittendrin. Und die Tante Prusseliese auch und Kling und Klang, Donner-Karlsson, Papa Efraim und Annika, der kleine Onkel und Herr Nielsson – alle waren da.

Und da ich Eine-Wirklich-Feine-Dame werden will, sage ich auch Dankeschön – das gehört sich so. Da waren nämlich viele Helfer, die ordentlich mit angepackt haben. Die waren zwar alle zusammen nicht so stark wie ich, aber sehr fleißig.

Zum Schluss habe ich dann allen gesagt: Am besten, ihr geht jetzt nach Hause damit ihr morgen wiederkommen könnt. Denn wenn ihr nicht nach Hause geht, könnt ihr ja nicht wiederkommen. Und das wäre schade.

 

Alles Familie - Leben unter einem Dach

Zu diesem Thema trafen wir uns vom 24. bis 26.3.2017 auf dem Zingsthof zu einer Familienakademie, die gemeinsam von der Evangelischen Akademie der Nordkirche und dem Pflege-Familien-Zentrum der Caritas organisiert wurde.

Die vielfältigen Lebensformen von Familien standen im Mittelpunkt dieses Wochenendes. In verschiedenen Workshops, die von Zirkus- und Medienpädagogen und einer Puppenspielerin angeleitet wurden, näherten sich Eltern und Kinder dem Thema. Was bedeutet Familie für jeden einzelnen? Was ist so los in Familien? Wie nehmen Familien sich selber wahr? Und welche Herausforderungen werden bewältigt?

Am Samstagabend wurden die Ergebnisse des Tages im Zirkuszelt der Kurklinik Zingst präsentiert. Ein großartiger Ort und eine großartige Show!

Die Zirkusgruppe zeigte auf humorvolle Weise, was so alles passieren kann, wenn eine Familie verreist. In der Mediengruppe wurde ein Film gedreht und geschnitten, in dem die Teilnehmenden selbst zu Wort kamen zum Thema „Was bedeutet für mich Familie?“. Die Puppenspielgruppe hatte zum Kinderbuch „Kind ist Kind“ Puppen gebaut und ein Stück erarbeitet, welches in zwei Szenen auf die Bühne kam.

Die Beiträge zeigten, wie ernsthaft sich mit dem Thema auseinandergesetzt und mit welcher Bereitschaft und Freude gearbeitet wurde.

Am Sonntag gab es am Vormittag für die Erwachsenen einen Praxisaustausch für Eltern und für die Kinder ein Programm zum Thema Kinderrechte. In beiden Gruppen wurde angeregt diskutiert und die Zeit reicht fast nicht aus…

Insgesamt war das Wochenende gut gefüllt mit gemeinsamer Arbeit, Entspannungszeit, Gesprächen, Erkenntnissen, mit Singen und einem freundlichen Miteinander. Der Zingsthof als Ort und das sonnige Frühlingswetter sorgten außerdem dafür, dass sich alle sehr wohl gefühlt haben.

Vielen Dank an alle!
 

Neuer Vorbereitungskurs für Pflegeeltern

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht Pflegefamilie zu werden?

Der nächste Vorbereitungskurs für Pflegeeltern-Bewerber startet zwar erst am 2. März 2017, aber Sie können sich bereits jetzt bei uns melden, um ein erstes Gespräch zu vereinbaren.

Nähere Informationen erhalten Sie unter: 0381 – 87736210.
 
Gerne laden wir Sie auch zu unserem nächsten Infoabend ein:

am Mittwoch, den 25. Januar 2017 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek Rostock (Kröpeliner Str. 82, 18055 Rostock)

 

 

Allgemeine Informationen

Das "Das Kind im Blick" Pflege-Familien-Zentrum möchte Pflegeeltern durch Schulungen, Fortbildungen und Beratung auf die Aufnahme eines Kindes vorbereiten und begleiten. Nicht alle Kinder können bei ihren eigenen Eltern aufwachsen - aus unterschiedlichsten Gründen. Für viele Kinder gerade unter 8 Jahren besteht in Rostock ein großer Bedarf an Pflegefamilien. Manche Kinder brauchen ein Zuhause nur für einige Monate und andere werden bei ihren Eltern nicht mehr leben können. Wir möchten Pflegeeltern bei der Vermittlung eines Pflegekindes unterstützen und begleiten, wenn das Pflegekind in der Familie lebt.


Was machen wir?


- Wir suchen passende Pflegeeltern für Kinder! Grundlage unseres Handelns ist immer die Frage: Was braucht das Kind?
- Akquise von Pflegefamilien durch Öffentlichkeitsarbeit, Informationsveranstaltungen und Medienpräsenz
- Schulung der Pflegeelternbewerber: ca. 35h Umfang mit 14tägigen Veranstaltungsterminen. Die Schulungen finden im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres statt.
- Überprüfung von Pflegeeltern in Kooperation mit dem Amt für Jugend und Soziales
- Vermittlung von Kindern in Pflegefamilien
- Begleitung und Unterstützung der Pflegefamilien, damit sie den erhöhten Anforderungen gerecht werden können: Krisenberatung, Familiengespräche, Elternberatung, Begleitung der Kinder, Unterstützung bei der Kontaktgestaltung zwischen Herkunftseltern und Pflegeeltern
- Wertschätzung und Anerkennung der Pflegefamilien durch Vorhalten von Fortbildungsangeboten, Festlichkeiten, Aktionen, Pflegekindergruppe, Pflegeelterngruppe
- Öffentlichkeitsarbeit


Wie wird man Pflegefamilie?

- Erstkontakt zu den MitarbeiterInnen des Pflege-Familien-Zentrums der Caritas
- Vorinformationen zum Verfahrensablauf (Vorgespräche)
- Anmeldung zur Schulung (formloser Bewerberantrag)
- Absolvieren der Schulung und Überprüfungsverfahren (Hausbesuche)
- Erstellen eines Bewerberprofils, das Aussagen enthält zur: Motivation, ein Kind aufzunehmen, Reflexionsfähigkeit, Bereitschaft auch zukünftig mit externen Fachkräften und dem Amt für Jugend und Soziales zusammen zu arbeiten, Bereitschaft der Förderung des Kontaktes des Pflegekindes zu seinen leiblichen Eltern, wenn es dem Wohl des Kindes entspricht. Aussagen werden auch zu den Pflegeformen (Kurzzeitpflege, Dauerpflege) getroffen und zu den Vorstellungen, welches Kind in die Familie passen könnte.
- formelle Überprüfung durch das Amt für Jugend und Soziales (Führungszeugnis, Gesundheit, Wohnverhältnisse usw.) erfolgt parallel
- Entscheidung zur Erteilung der Anerkennung als Pflegeeltern zur Aufnahme eines Pflegekindes treffen JA und PFZ
- Aufnahme in den Vermittlungspool (nach 2 Jahren zu überprüfen)


Vermittlung eines Pflegekindes


- in enger Zusammenarbeit mit den Fallmanagern des Amtes für Jugend und Soziales
- Antrag auf Hilfe zur Erziehung durch Sorgeberechtigten oder Gerichtsentscheidung
- immer auf den Einzelfall bezogen suchen wir nach der am wenigsten schädlichen Alternative für die Kinder
- Belastungen für das Kind sind mit möglichen Entwicklungschancen auszubalancieren
- altersentsprechende Beteiligung der Kinder
- individuelle Gestaltung der Kontaktanbahnung
- engmaschige Begleitung gerade zu Beginn


Aufgaben der Pflegeeltern

- Versorgung, Betreuung und Erziehung
- Integration des Kindes in ein stabiles soziales Umfeld der Familie
- Förderung der Entwicklungsressourcen des Kindes
- verstehen der Inpidualität des Kindes und Wissen um die Loyalitätsbindung des Kindes zu seinen leiblichen Eltern
- Rücksichtnahme auf Entwicklungsstörungen und sozialen Defiziten
- Unterstützung bei der Aufarbeitung der Biographie des Kindes
- positive Einflussnahme auf die Kontaktgestaltung zur Herkunftsfamilie
- Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Soziales und anderen beteiligten Fachkräften


Rechtliche Grundlagen

Gemäß § 27 SGB VIII richten sich Art und Umfang der Hilfe nach dem erzieherischen Bedarf der Kinder im Einzelfall. Dieser kann bei körperlichen, geistigen und anderen Behinderungen und bei Kindern mit Entwicklungsrückständen, -verzögerungen wesentlich höher sein.
Die Überprüfung der Pflegeverhältnisse ist ständiger Bestandteil von Hilfeplangesprächen nach § 36 SGB VIII.
Pflegefamilien haben einen gesetzlich geregelten Anspruch auf Beratung und Unterstützung entsprechend § 37 SGB VIII.