ESF - Die 2. Chance Schwerin
Flensburger Str. 22
19057 Schwerin
Tel.: 0385 / 481 28 28
E-mail: 2.ChanceSN@caritas-mecklenburg.de
Ansprechpartnerin: Susanne Funk
Träger: Caritas Mecklenburg e.V. / Kreisverband Westmecklenburg
Kooperationspartner:
Stadt Ludwigslust, Fachdienst Jugend des Landkreises Ludwigslust, Staatliches Schulamt Schwerin, Regionale Schule "Peter-Joseph Lenné", Allgemeine Förderschule „Johann Heinrich Pestalozzi“, Werner Club „Elde Jugend“ Grabow e.V.
Förderzeitraum: 01.01.2009 – 31.12.2013
Koordinierungsstelle:
Schulabsentismus ist ein Phänomen, dass im heutigen Schulalltag immer häufiger anzutreffen ist und insbesondere in den letzten
Jahren verstärkt das öffentliche Interesse auf sich gezogen hat. Die Formen der Verweigerungshaltung von Schülern sind vielseitig,
sie reichen vom innerlichen Abschalten im Unterricht, massivem Stören des Unterrichts bis hin zum stetigen Fernbleiben der
Schule.
Gefördert von:
Die Koordinierungsstelle in Ludwigslust nimmt bereits seit September 2008 erfolgreich an dem Programm Schulverweigerung –
Die 2.Chance teil. Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.
Die Koordinierungsstelle hat sich zum Ziel gesetzt schulaversive Jugendliche aufzufangen und sie schrittweise wieder an das System Schule heranzuführen. Den jungen Menschen soll der Weg zurück in die Schule geebnet werden, durch ein geeignetes Lernumfeld und individuelle Betreuung. Die Koordinierungsstelle bietet ein Umfeld, in dem Lern- und Leistungsbereitschaft sowie Lernfreude wieder geweckt werden und schulische sowie sozialisationsbedingte Defizite aufgearbeitet werden.
Das Mitarbeiterteam setzt sich aus zwei Sozialpädagogen, drei Lehrern und einer Verwaltungsfachkraft zusammen. Durch eine handwerkliche Fachkraft haben die Jugendlichen die Möglichkeit alternative Lernangebote in einer Kreativ- und Holzwerkstatt zu nutzen, die sich an den individuellen Interessen der Kinder und Jugendlichen orientiert.
Die Grundpfeiler der Arbeit in der Koordinierungsstelle bilden die intensive sozialpädagogische Betreuung, die besonderen Lernbedingungen in Kleingruppen sowie die Kombination von Lernen und praktischen Arbeiten im schulischen Alltag. Ein besonderes Augenmerk wird auf einen strukturierten Tagesablauf mit festen Regeln und Absprachen gelegt sowie auf die Motivation durch Lob und Anerkennung und eine ständige Reflexion des Verhaltens der Jugendlichen. Weiterhin ist die Einbeziehung und Veränderung des sozialen Systems (Familie, Freunde, Freizeit) der Jugendlichen grundlegend für eine erfolgreiche Reintegration. Somit findet sich in der Elternarbeit ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit mit den Jugendlichen, ebenso wie in der engen Zusammenarbeit mit den beiden Kooperationsschulen und anderen Institutionen.
Zielgruppe:
schulaversive Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre und bis maximal zum Beginn der letzten Klassenstufe aus dem gesamten Landkreis Ludwigslust, die entweder über einen längeren Zeitraum unentschuldigt Fehlen (aktive Schulverweigerung) oder physisch anwesend sind im Unterricht, aber kein Interesse am Unterrichtsgeschehen haben (passive Schulverweigerung)
Kapazität: 12 Plätze
Die Aufnahme ist jederzeit möglich. Die Verweildauer der jungen Menschen in der Koordinierungsstelle beträgt durchschnittlich ein Jahr, kann sich jedoch in Ausnahmefällen bis zu 1 ½ Jahren erstrecken.
Ziele:
- regelmäßiger Schulbesuch
- schrittweise (Wieder-) Annäherung an das System Schule
- Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstvertrauens durch Abbau
von Versagensängsten und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten
- Aufarbeitung schulischer Defizite
- Vermittlung sozialer Kompetenzen
- gezielte Förderung der individuellen Entwicklung der jungen Menschen
- Reintegration in das Regelschulsystem bzw. in eine
berufsvorbereitende Maßnahme




