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Europäisches Jahr gegen Armut

Caritasmitarbeiter Alexander Döhring (Rostock) schreibt regelmäßig Beiträge im Weblog der Caritas zum europäischen Jahr gegen Armut

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Jahresthema der Caritas 2010

Experten fürs Leben

Plakat der Kampagne 2010

Für die Caritas sind alte Menschen Experten fürs Leben. Leben im Alter ist ein aktuelles Thema, dass unsere ganze Gesellschaft beschäftigt. Mit der Caritas-Kampagne 2010 ruft die Caritas zur Solidarität zwischen den Generationen auf. Im Mittelpunkt steht dabei das Expertenwissen, also die Lebenserfahrung alter Menschen.

Auf www.Experten-fuers-Leben.de  finden Sie weitere Informationen.

Videospot zum Jahresthema

 

 
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Caritas Mecklenburg würdigt Engagement von Ehrenamtlichen im CARIsatt-Projekt

Ehrenamtliche im CARIsatt - Projekt mit der Silbernen Ehrennadel gewürdigt

Am 3. Juli 2010, fand am CARIsatt - Laden in Güstrow, Schweriner Str. 9,  ein besonderer Tag des CARIsatt – Projektes statt. Viele Menschen sind in dem Projekt aktiv - überwiegend ehrenamtlich. Ihnen sollte an diesem Tag besonders gedankt werden. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Frau Uta-Maria Kuder, Justizministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie war auch an diesem Tag des Ehrenamtes im CARIsatt-Projekt dabei und hielt ein Grußwort.

v.li.n.re.: Caritasdirektor Neumann, Inge Nordmann, Joachim Dolata, Ingeborg Zemke, Hans-Peter Bischnovski, Justizministerin Uta-Maria Kuder

Vier ehrenamtlich Tätige wurden an diesem Tag mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes durch den Caritasdirektor der Caritas Mecklenburg, Alfons Neumann, ausgezeichnet. Inge Nordmann aus Güstrow, Ingeborg Zemke aus Rostock, Joachim Dolata aus Neubrandenburg und Hans – Peter Bischnovski, erhielten diese hohe Auszeichnung in Würdigung ihres außerordentlichen Engagements im Projekt. Ohne die Unterstützung von Ehrenamtlichen sind die vielfältigen Aufgaben im CARIsatt, z.B. Absicherung der regelmäßigen Öffnungszeiten, Transport, Aussortieren und Einlagern von Waren, Begleitung der Begegnungsstätte, nicht zu bewältigen. Als besonderen Dank erhielten alle anwesenden Ehrenamtlichen aus den Mecklenburger CARIsatt-Läden eine Rose und einen Warengutschein überreicht von Justizministerin Kuder und Caritasdirektor Neumann. 

 
Selbstbestimmt Leben in Wittenburg
 

Am 19. Juni feierte das ambulant betreute Wohnen in Wittenburg sein zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen aus Kirche und Caritas, aber auch kommunalen Stadtvertretern und Freunden

Im Jahre 2000 zogen 6 Frauen und Männer aus der Caritas Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen St. Josef in Dreilützow aus. Sie wollten nicht mehr in einem Heim, sondern in einer eigenen Wohnung in Wittenburg leben. In einer Trainingswohngruppe hatten sie einige Monate geübt: Waschmaschinen bedienen, eine Mahlzeit kochen, allein einkaufen und vieles mehr.

Foto: gemeinsames Gruppenbild des Ambulant betreuten Wohnens in Wittenburg

Ein Sozialarbeiter begleitete diesen Anfang. Nach mittlerweile zehn Jahren wohnen 17 Personen im gesamten Wittenburger Stadtgebiet verteilt in eigenen Wohnungen. Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, als Paar, allein oder in einer Wohngemeinschaft. Allen ist es wichtig, selbstbestimmt und weitestgehend unabhängig den eigenen Alltag zu leben. Heute begleiten, beraten und unterstützen vier sozialpädagogische Fachkräfte das ambulant betreute Wohnen.

Im Wittenburger Stadtzentrum befindet sich ein Büro als Treffpunkt und ein Gemeinschaftsraum zum Verabreden, Telefonieren, Organisieren oder zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. "Wir sind für sie nur unterstützend und beratend da.“, sagt Mitarbeiterin Sabine Stein.“Mal kommen sie zu uns, um ihre Sorgen loszuwerden oder einfach zu reden. Mal fahren wir zu ihnen nach Hause und helfen bei Problemen und Entscheidungen."

Der Gesetzgeber hat im Sozialgesetzbuch XII ambulanten Hilfen einen Vorrang gegenüber stationären Hilfen eingeräumt. Die auf den Bedarf und den Einzelfall orientierten Leistungen können in der ambulanten Wohnform so gestaltet werden, dass die Menschen, die Hilfen benötigen, ein sehr selbstbestimmtes Leben führen können.

 
Ökumenischer Hospiztag 2010 in Teterow

Trauer ist Liebe / Rückblick auf den ökumenischen Hospiztag für ehrenamtlich Mitarbeitende in der Hospizarbeit

 „Lassen Liebende sich vorschreiben, wie Sie zu lieben haben?“ So lautete eine der Fragen, die Fritz Roth, Inhaber der Trauerakademie in Bergisch Gladbach den 80 Teilnehmenden des diesjährigen ökumenischen Hospiztages am 19. Juni 2010 in Teterow stellte.

Foto: Fritz Roth auf dem Hospiztag

„Auch jede / jeder Trauernde muss das Recht haben, so zu trauern, wie er oder sie (ge)liebt (hat).“ Dies ist die logische Schlussfolgerung für alle, die sich ehrlich mit der Frage auseinandersetzen. „Trauer ist wie eine Steinlawine die beim Tod eines geliebten Menschen zur Tür herein rollt und den Blick für alles andere versperrt“ wie Fritz Roth sagt. Es kann aber auch sein, wie in einem Seminar, bei dem unverhofft nach der Pause alle Stühle im wahrsten Wortsinn über den Haufen geworfen sind. So erlebten es die Teilnehmenden, als Sie nach dem Mittagsimbiss wieder im Gemeindezentrum der katholischen Petrusgemeinde Teterow ankamen und einen Vortrag des zweiten Referenten, Manfred Büsing, Hopizseelsorger und Tangotänzer  aus Hannover erwarteten. Statt des Vortrages eines Experten nun dieses verbildlichte Chaos und noch viele weitere Impulse, der Trauer zu begegnen.

Dieser sechste ökumenische Hospiztag, den Caritas und Diakonie seit 2005 einmal im Jahr als Ort des Innehaltens, der Begegnung, des Auftankens und vor allem des Dankes für ihre ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterinnen und    -mitarbeiter gestalten, hatte es wirklich in sich.

Trauer ist Liebe (!) - eine Botschaft, die sich von der gemeinsamen Andacht am Morgen mit Weihbischof Norbert Werbs bis in den späten Nachmittag beim „letzten Tango“ mit Manfred Büsing wiederholte, wird sicher bei allen im Gedächtnis bleiben und soll helfen, bis zum Wiedersehen in einem Jahr immer wieder die nötige Kraft zu finden, mit Trauernden einen (neuen) Weg aus „dem Steinhaufen der Trauer“ in die Schönheit des Lebens zu suchen.

Ansprechpartner für Interessierte an der Hospiz- und Trauerarbeit:
Jörg Fiedler 0385 59179-24 (Caritas)
Gerlinde Martins 0385 5006-153 (Diakonie)

 
Caritas präsentiert die "Germania"
 

850-Jahr-Feier in Schwerin – die Caritas präsentiert die "Germania"

Foto: Boot GermaniaGesprächsrunde

 

Der Höhepunkt der 850-Jahr-Feier Schwerins fand für die Mitarbeiter der Caritas aus dem Team Kinder- und Jugendarbeit bereits am Freitagnachmittag statt. Um 16.30 Uhr präsentierte nämlich der Trägerverbund WeLAN, zu dem die Einrichtungen und Dienste der Caritas in Lankow gehören, eines seiner großen Projekte: Die Restaurierung der "Germania".

Die „Germania“ ist der erste Pfaffenteichkreuzer mit Motor, der nach dem 2. Weltkrieg ab dem 06. Juni 1946 den Fährbetrieb gewährleistete. Ihre Dienste endeten am 30.06.1955 zugunsten einer größeren und moderneren Fähre, die in veränderter Form noch heute ihren Dienst versieht. Im Rahmen eines Projektes aus dem Programm „Stärken vor Ort“, das durch den Europäischen Sozialfond gefördert wird, konnte unter Beteiligung von Jugendlichen sowie unter der Regie und fachmännischer Anleitung des Caritas-Mitarbeiters, Egbert Hesse, die „Germania“ restauriert werden.  Leider konnte das Boot bei der 850 –Jahr-Feier noch nicht zu Wasser gelassen werden. Es steht allerdings kurz vor der Fertigstellung und kann ab diesem Sommer für Kinder- und Jugendfreizeiten, Familienfeiern, Hauskreisausflügen,… gechartert werden.

Bei der Präsentation der „Germania“ am Schliemann-Denkmal sprachen die Leiterin des Jugendhauses und Koordinatorin des Trägerverbundes WeLAN Sylvia Höldke, der Stadtpräsident Stephan Nolte, der Dezernent für Jugend und Soziales Dieter Niesen, der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Peter Brill sowie der Geschäftsführer des Caritas Kreisverbandes Westmecklenburg Rudolf Hubert einige Grußworte. Teil nahmen auch Jugendliche der Schweriner Partnerstädte, die unter dem Motto „Acht Städte, eine Jugend, ein Europa“ gemeinsam einige Tage in der Landeshauptstadt verbrachten, sich in Workshops austauschten und punktuell die 850-Jahr-Feier mitgestalteten.

 
Erzbischof Dr. Werner Thissen in Rostocker Caritaseinrichtungen
 

Erzbischof Dr. Werner Thissen besuchte Einrichtungen der Caritas Rostock

"Reparaturtätigkeiten vorbeugen – mehr Prävention"

Rostock.02.Juni 2010. Begeistert von der Arbeit der Caritasmitarbeiter vor Ort und mit großem Interesse für die verschiedenen Tätigkeiten und Aufgabenfelder stattete der Hamburger Erzbischof Dr. Werner Thissen der Geschäftsstelle mit Beratungsdiensten, der Ambulanten Behindertenhilfe und dem Pflege-Familienzentrum „Das Kind im Blick“ der Rostocker Caritas einen Besuch ab.

Der Caritas-Kreisverband Rostock – zuständig für die Hansestadt Rostock und den Landkreis Bad Doberan – bietet Beratungsdienste unter anderem in den Bereichen Schwangerenberatung, Kurvermittlung, Migration und Schuldnerberatung an. Dr. Thissen unterhielt sich angeregt mit den Mitarbeitenden der Beratungsstellen im Prälat-Wilhelm-Leffers-Haus der Rostocker Caritas. Beim Austausch stellte er fest, dass in Deutschland mehr Geld für die Durchführung von „Reparaturen“ ausgegeben wird und nicht um in der präventiven Arbeit diesen Mehraufwand von vornherein zu unterbinden. Er unterstützte die Mitarbeitenden und sprach von toller Arbeitsleistung, mit hohem persönlichem Einsatz: „Sie wissen, für was Sie das tun, und haben hin und wieder Sternstunden bei Erfolgen“, so der Erzbischof. Anschließend genoss Dr. Thissen bei einer Runde Boccia ausgelassen die herzliche Aufnahme bei den Teilnehmern der Ambulanten Behindertenhilfe. Gemeinsam wurde bei bestem Wetter um den nächstmöglichen Platz an der „Pallino“, der kleineren Zielkugel, geworfen - trotz des engen Terminkalenders.

Abschließend diskutierte Dr. Thissen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflege-Familien-Zentrums „Das Kind im Blick“ und der Leiterin des Amtes für Jugend und Soziales, Angelika Coors. Derzeit wird dringend nach Pflegefamilien gesucht, die ein Pflegekind aufnehmen möchten. Dauerhaft oder befristet werden Kinder in Pflegefamilien vermittelt. Dieser zeitaufwendige Prozess findet unter konstanter Begleitung durch die Mitarbeiter statt. „Das Kind hat seine Wurzeln und nur wenn ich die Wurzeln behalten darf, dann kann ich neue Wurzeln knüpfen“ – so Claudia Strübing, Leiterin des Pflegefamilienzentrums. Herkunftsfamilie und Pflegefamilie werden gleichsam betreut um eine mögliche Rückführung des Kindes in Betracht zu ziehen. Mit dem Erzbischof und der Amtsleiterin sprachen die Mitarbeiter über Probleme des Pflegefamilienzentrums. Unter anderem wird der Zeitaufwand bei einer Vermittlung unterschätzt. Coors unterstützte das Team des Pflegefamilienzentrums und sprach von einem „absolut vertrauensvollen und fachkompetenten Partner“. Allerdings wisse jeder, so Coors, dass die Stadt klamm bei Kasse wäre. Bernhard Peitz, Geschäftsführer des Kreisverbandes, bedankte sich herzlich bei Erzbischof Thissen und lud ihn ein, nächstes Jahr erneut nach dem Weiterbestehen des Pflege-Familien-Zentrums zu schauen.

 
Besuch Mitglied der FDP-Bundestagsfraktion

Stella Maris bekam Besuch aus dem Bundestag

Frauen- und Seniorenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bundestag erklärt Unterstützung für Mutter-Kind-Kuren
Die Mutter-Kind-Kurklinik Stella Maris in Kühlungsborn hatte in der letzten Maiwoche Besuch aus den Deutschen Bundestag. Nicole Bracht – Bendt, Frauen- und Seniorenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, wollte die von der Caritas Mecklenburg geführte Einrichtung und deren Kurangebote kennenlernen.
Foto (Thees): Frauen- und Seniorenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Nicole Bracht-Bendt (rechts)
„Ich bin überzeugt, dass sich Mütter und Kinder hier wohlfühlen und hoffe, dass sie lange vom Kuraufenthalt profitieren.“ Die Bundestagsabgeordnete weiter: “Die Politik hat sich eindeutig dazu bekannt, dass Mutter-Kind-Kuren als Prävention zu 100 Prozent von den Kassen zu tragen sind“. Demgegenüber wies die Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung (KAG), Margot Jäger, darauf hin, dass die gesetzlichen Krankenkassen seit geraumer Zeit verstärkt versuchen Ablehnungsbescheide für eine Kur auszustellen. Hier wird vor allem dadurch gegengesteuert, dass die Beratungsstellen der KAG, ihre Hilfe anbieten, um durch einen Widerspruch den Kurplatz zu bekommen. Die FDP-Politikerin hat hierfür ihre politische Unterstützung in Gesprächen mit den Kassen zugesagt.
30 Müttern und 40 Kindern bietet die Klinik dreiwöchige Kuraufenthalte und die Mutter steht dabei im Mittelpunkt der Kurmaßnahme. Die Mütter werden bei ihrem Kuraufenthalt nicht nur medizinisch und psychologisch betreut, auch gibt es geistliche Angebote zu Kirchenfesten und gemeinsamen Andachten für die Kurenden.  Für viele ist es der erste Kontakt mit einer katholischen Einrichtung überhaupt.
„Die Frauen werden bei uns nicht nur körperlich gesund, viele werden selbstbewusster und nehmen neue Ideen und Anregungen mit nach Hause.“ so die Leiterin der Kurklinik, Elisabeth Grochtmann. Durch die therapeutische Kette der Vorberatung zur Kur in den Caritas - Kurberatungsstellen und einer anschließenden Kurnachsorgemöglichkeit, können Mütter das vielfältige Beratungs- und Hilfeangebot der Caritas nach der Kur nutzen. Die Caritas Mecklenburg bietet in 10 Beratungsstellen eine Kurberatung an.
Weitere Informationen:
Referat Kur- und Erholung
Frau Wycisk
Mecklenburgstraße 38
19053 Schwerin 
Telefon:  (03 85) 591 79 26
E-Mail: Christa.Wycisk@caritas-mecklenburg.de