Neues aus der Caritas Mecklenburg

Caritasverbände im Norden vereinigt!

Die "Caritas im Norden" wird ein einziger Verband mit ca. 1.850 Mitarbeiter_innen und 180 Einrichtungen und Diensten.

Neuer Vorstand und Dienstsitz

Dienstsitz des neuen Verbandes ist Schwerin. Der Caritasrat wurde nach den erfolgreich verlaufenden Abstimmungen ernannt und hat den Vorstand gewählt. Vorstandsvorsitzender und Diözesan-Caritasdirektor ist Steffen Feldmann, der das Amt seit November 2016 innehat. Thomas Keitzl, bisher Direktor der Caritas Mecklenburg, wird zweites Mitglied des Vorstandes.

Der Verlauf des Tages

Erzbischof Dr. Heße leitete den Tag mit einer Bischofsmesse in der St. Ansgar-Kapelle ein und sprach die einleitenden Worte, ordnete den kommenden Schritt als Meilenstein der Caritas im Erneuerungsprozess des Erzbistums Hamburg ein. Caritas-Projektleiter Harald Strotmann und der den Prozess begleitende Jurist, Dr. Axel Scherff führten durch die Veranstaltung. Am Ende gab Weihbischof Eberlein, bisher Vorsitzender des Caritasrats Mecklenburg, der ganzen Caritas im Norden seinen bischöflichen Segen. Der Weihbischof wird als geistlicher Begleiter der Caritas im Norden eng verbunden bleiben.

Das wichtigste Ziel: Stärkung der Caritas im Norden

Wichtigstes Ziel des Zusammenschlusses ist eine Stärkung der Caritas im Norden. "Die mit vier Verbänden bislang sehr kleinteilige Struktur ist die größte Schwierigkeit und der Hauptgrund für die Reform", erklärt Harald Strotmann, Leiter des Projekts Caritas. Nach der Fusion könnten die Aufgaben besser verteilt und viele Dienste besser unterstützt werden. Die Regionalstellen vor Ort bleiben ebenso wie bestehende Arbeitsverträge erhalten. Die Umstrukturierung wird viele Kräfte freisetzen.

Mit Transparenz Vertrauen herstellen

Schwerin - Die Caritasverbände in Mecklenburg-Vorpommern begrüßen den Vorschlag von Sozialministerin Stefanie Drese zu einer Transparenzoffensive in der Wohlfahrtspflege im Land Mecklenburg-Vorpommern. Damit hat die Ministerin die Initiative der Caritas aufgegriffen, dass alle Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern der Initiative Transparente Zivilgesellschaft beitreten.

Prof. Ulrike Kostka Steffen Feldmann

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin, der seit Jahrzehnten in Vorpommern tätig ist, hatte seine Transparenzmaßnahmen kürzlich bei dem gemeinsamen Termin mit der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Mecklenburg-Vorpommern der Ministerin vorgestellt und war damit auf positive Resonanz gestoßen. Um die Finanzierung  der Caritasarbeit und die Aufgaben und gesellschaftlichen Ziele der katholischen Wohlfahrtsverbände darzulegen, luden die Caritasverbände zu einem Pressegespräch ein.

Transparenz seit 2012

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin ist 2012 der Initiative Transparenten Zivilgesellschaft beige-treten. Seitdem veröffentlicht der Verband das Gehalt der Geschäftsführung, Geschäftsberichte, Personalstruktur, Angaben zu Mittelherkunft und Mittelverwendung, Bescheide des Finanzamtes, gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten und die vollständigen Ziele. "Jeder kann sehen, was bei uns die Leitung verdient. Wir haben unsere Finanzanlagerichtlinien veröffentlicht. Jeder kann in unserem Geschäfts- und Lagebericht nach HGB-Standard sehen, wie wir mit Mitteln umgehen", erklärt Caritasdirektorin Ulrike Kostka. Steffen Feldmann, Direktor des Caritasverbandes des Erzbistums Hamburg mit Sitz in Schwerin, merkt an: "Transparenz ist der einzig richtige Weg. Auch wir werden die Transparenzstandards, soweit nicht schon geschehen, im Zuge des fast abgeschlossenen Fusionsprozesses der Caritasverbände Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg umsetzen". Die Freie Wohlfahrtspflege kann nach Ansicht von Kostka und Feldmann stolz sein auf die Arbeit, die ihre Mitarbeiter und Ehrenamtlichen seit vielen Jahrzehnten in Mecklenburg-Vorpommern für die Bevölkerung leisten. "Jede Organisation, die öffentliche oder kirchliche Mittel erhält, trägt eine hohe Verantwortung. Wir stehen deshalb Rede und Antwort", erklären Kostka und Feldmann. Wir möchten, dass Wohlfahrtsverbände und das Sozialministerium in Mecklenburg-Vorpommern die notwendigen Schritte einleiten, damit Transparenz auf allen Ebenen ganz selbstverständlich wird", kommentiert Ulrike Kostka die aktuelle Debatte.

Existenz der Betreuungsvereine bedroht - Caritas richtet eindringlichen Appell an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg

Schwerin. 21.3.2018. Mit einem Brief hat sich die Caritas Mecklenburg an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten in M-V gewandt. Seit 2014 setzt sich die Caritas Mecklenburg  für eine Anpassung der Vergütung für die beruflich geführte Betreuung durch Vereinsbetreuer ein. Ebenso wirbt die Caritas im Land für eine angemessene Förderung der Querschnittsarbeit der Betreuungsvereine, die derzeit eine der schlechtesten Förderungen im Bundesmaßstab erhalten. Derzeit ist die Existenz der Betreuungsvereine im Land akut gefährdet.

Mit Freude hat die Caritas Mecklenburg e. V.  im Koalitionsvertrag zwischen der CDU und der SPD ab Ziffer 6281 zur Kenntnis genommen, dass die neue Bundesregierung sich für eine konsequente Anwendung des Betreuungsrechts einsetzt und „die Finanzierung der unverzichtbaren Arbeit der Betreuungsvereine in Zusammenarbeit mit den Ländern stärken“ wird. Ebenso wollen Sie „für eine angemessene Vergütung der Berufsbetreuerinnen und -betreuer ebenfalls zeitnah Sorge tragen“. Dieses Vorhaben muss schnell umgesetzt werden, um die Arbeit der Betreuungsvereine zu sichern. Die Caritas möchte mit dem  Appell an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten auf die Dringlichkeit der Situation hinweisen.

Caritasdirektor Thomas Keitzl: “Die Thematik duldet keinen Aufschub. Daher werden die Bundestagsabgeordneten eindringlich gebeten, Ihr Mandat als gewählte Volksvertreterin und gewählter Volksvertreter auch im Sinne Ihrer Verantwortung für die Situation in unserem Bundesland zu nutzen, um dieser Thematik, über die in weiten Teilen auch über die Parteigrenzen hinweg inhaltlicher Konsens besteht, angemessene Bedeutung zu verschaffen.“